Porto Carras Golfwoche 27. September - 03. Oktober 2021:
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Shanti Maurice Golfwoche 20. - 26. September 2021:
1. Marc FRAUENHOFER 39
T1. Michel MESSMER 39
3. VINZENT EWEN 36
T4. Sebastian BEJAN 36
T4. Harald STRICKFADEN 36
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Social-Liga September 2021:
1. Klaus Per HEINEMANN 532
2. Harald STRICKFADEN 500
3. Udo BENTIEN 417
4. Thomas BARTH 403
5. Andrea STRICKFADEN 401
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Seit 2021: Das World Handicap System

Seit dem 01. Januar 2021 gilt in Deutschland das World Handicap System. Wir erklären die grobe Funktionsweise des Systems, was es für Dein zukünftiges Handicap bedeutet und weshalb es gut zur Golf Resort Challenge passt!
Das neue World Handicap System vereinheitlicht 6 alte Systeme

Seit 2021 gilt in Deutschland das neue World Handicap System. Es wird viel über das System diskutiert und häufig ist noch nicht genau klar, wie das System funktioniert und was es für den zukünftigen Spielbetrieb bedeutet. Wir wollen Dir in diesem Post erklären, was die Umstellung bedeutet und mit dem ein oder anderen Mythos aufräumen.

Das sind die wesentlichen Elemente des neuen World Handicap Systems

Zunächst einmal ist wichtig zu wissen, dass mit der Einführung des World Handicap Systems das Ziel verfolgt wird, alle Handicapsysteme die es bisher weltweit gab zu vereinheitlichen. Tatsächlich bildeten wir mit unserem alten “EGA” System eine Ausnahme. In den meisten Ländern wurde das Handicap bereits auf eine, zum neuen System sehr ähnlichen Weise, berechnet.

Der Durchschnitt der besten 8 der letzten 20 handicap-relevanten Runden bestimmt das neue Handicap.

Was sind handicap-relevante Runden?

Hier können wir direkt mit einem Mythos aufräumen. Häufig wird behauptet, dass fortan alle Runden für das neue Handicap zählen. Das ist nicht der Fall. Gezählt werden nur die sogenannten handicap-relevanten Runden. Das sind im speziellen:

  • Turnierrunden, die nach Einzel-Stableford oder Einzel-Zählspiel Regeln in der Hauptsaison ausgetragen werden
  • Registrierte Privatrunden (ehemals EDS-Runden)

Wer also privat und in Ruhe eine Runde Golf spielt, braucht sich keine Gedanken, um sein Handicap zu machen. Auch werden natürlich keine Runden aus Turnieren gezählt, die z.B. als Vierer ausgetragen werden. Allerdings gibt es nun beim Turnier im Einzelspielsystem nicht mehr die Unterscheidung zwischen vorgabewirksam und nicht vorgabewirksam.

Übersetzt heißt das: mehr Turniere, die Du spielst, haben nun potenziell Einfluss auf Dein Handicap.

Registrierte Privatrunden (vormals EDS-Runden)

Registrierte Privatrunden können nun von noch mehr Spielern in Anspruch genommen werden. Ehemals waren Spieler der “besten” Handicapklasse ausgeschlossen. Dies ist nun nicht mehr der Fall. Die Anmeldung zu einer solchen Runde erfolgt, wie vorher auch, vor der Runde im Clubhaus.

Die Berechnungsmethode ändert sich

Drehte sich vorher alles um die magischen 36 Punkte Stableford, ist das bei einer reinen Durchschnittsbetrachtung nicht möglich. Denn um ein Handicap aus Durchschnittswerten zu bestimmen, braucht man Schläge.

Aber keine Sorge: nicht jede Runde wird fortan nach Zählspielregeln gespielt. Bälle können weiterhin aufgehoben werden und auf Deinem Lieblings-Angstloch darfst Du auch weiterhin noch über 10 Schläge brauchen! Statt einem Strich wird dann ein “Netto-Doppelbogey” gewertet. Hattest Du auf einem Par 4 einen Schlag vor, entspräche das Netto-Doppelbogey also einer 7. Alles darüber fällt dann nicht weiter ins Gewicht.

Das Gute daran: es ergibt sich am Ende einer jeden Runde eine hypothetische Schlagzahl, die sich dann super mitteln lässt. Gemeinsam mit den Ratings des Golfplatzes kann mit einer solchen Zahl dann das neue Handicap entstehen.

Was sind die Vorteile des neuen Systems?

Eine weltweite Vereinheitlichung des Handicaps ist schön und gut – aber brauchen wir diese auch? Abseits vom Ziel der Standardisierung, verspricht man sich aber auch weitere Vorteile vom neuen World Handicap System:

Das Handicap soll die aktuelle Spielstärke des Golfers besser widerspiegeln

Indem immer nur die letzten 20 gespielten Runden betrachtet werden, ist es (zumindest bei regelmäßigem Spielen) ausgeschlossen, dass ein einmaliger Ausreißer nach Oben einem zu lange nachhängt. Fast in jedem Golfclub gibt es nämlich diese Art von Spieler: keine Chance bei Turnieren abzuräumen, weil da vor Jahren mal diese fantastische 74er Runde bei den Clubmeisterschaften war. Die Geschichte macht sich zwar toll im Clubhaus, hat aber am Ende mit der eigentlichen Spielstärke des Golfers nicht mehr viel zu tun.

Für den Einen mag das zwar ein Nachteil sein, dass sein gutes Handicap verloren gehen könnte, jedoch ist das Argument aus sportlicher Sicht plausibel.

Und die Nachteile?

Natürlich ist kein Handicapsystem perfekt – vor allem nicht, wenn man versucht es allen recht zu machen. Daher haben wir hier auch einige, aus unserer Sicht nachteiligen Effekte der Umstellung aufgelistet:

  • Durch das rollierende System ist es schwierig einen Überblick zu behalten
  • Man kann sich nicht mehr schnell selbst das neue Handicap noch auf der Runde ausrechnen
  • Durch die einfache Durchschnittsrechnung gibt es keine “Pufferzone” mehr

Es gibt magische Schwellen des Handicaps im Golfsport: 36, 18 und natürlich die “Einstelligkeit”. Es ist auf einer Golfrunde immer ein besonderer Kick auf die letzten Bahnen zu gehen, wissend, dass man sein Handicap mit noch 1-2 guten Löchern unter die nächste Schwelle senken kann. Das wird in Zukunft zwar nicht unmöglich, aber deutlich komplizierter: Um diese Rechnung selbst machen zu können, müsste man jedenfalls einen guten Überblick über seine letzten 20 handicap-relevanten Runden haben, die acht besten Runden kennen und errechnen, wie sich eine Verbesserung auf den neuen Durchschnitt auswirkt. Lade Dir schon einmal eine gute Taschenrechner-App für Dein Handy herunter!

Auch ist durch die Durchschnittsberechnung kein “puffern” mehr möglich. Sollten sich unter die 8 besten Runden nun auch Runden aus der ehemaligen Pufferzone mogeln, werden diese Auswirkungen auf Dein Handicap haben.

Was sind die wesentlichen Unterschiede zum alten System?

Viele Unterschiede werden schon klar, wenn Du Dir den ersten Abschnitt des Textes durchliest. Nichtsdestotrotz wollen wir an dieser Stelle noch einmal die wichtigen Unterschiede herausstellen und wie sie den Golfalltag beeinflussen werden:

  • Mehr Turniere werden nun “handicap-relevant”
  • Das neue Handicapsystem soll die Spielstärke realistischer wiedergeben
  • Es gibt keine Pufferzone mehr
  • Es zählt aber auch nicht mehr jede Runde (nur die besten 8 der letzten 20)
  • Spieler jeder Klasse können nun auch abseits von Turnieren eingetragene Privatrunden (ehemals EDS-Runden) spielen
  • Die Berechnung des Handicaps bezieht sich nicht mehr auf die Netto-Stableford Punkte, sondern auf eine hypothetische Schlagzahl (Score Differential)
  • Es wird deutlich schwieriger für einen selbst, nach einer Runde zu berechnen, wie genau das neue Handicap sein wird

Es gibt wohl kaum eine Systemumstellung, die nur Vor- und keine Nachteile mit sich bringt. Insgesamt glauben wir aber, dass Du Dich auf das neue Handicapsystem freuen kannst! Es wird frischen Wind in die Ranglisten der Clubs bringen und viele Leute sehen das neue System als deutlich näher an der sportlichen Realität vieler Spieler. In diesem Sinne sollten wir es also als einen Gewinn für den Sport betrachten!

Was bedeutet das für die Golf Resort Challenge?

In der Golf Resort Challenge wird im Wesentlichen nach den Netto-Stableford Regeln gespielt. Das bedeutet vor allem, dass auch das Handicap sehr wichtig ist.

Unabhängig davon, wie genau es berechnet wird, freuen wir uns aber, dass das neue System vor allem darauf abzielt die aktuelle Spielstärke der Golfer richtig abzubilden. Denn genau das ermöglicht erst einen fairen Vergleich und gerechte Chancen für jeden Spieler tolle Preise abzuräumen!

Auch im Hintergrund hat das World Handicap System einige Änderungen mit sich gebracht. Aufgrund der nun etwas komplizierteren Berechnung, bekommen digitale Lösungen eine immer größere Bedeutung. Scores werden DGV-weit im Intranet gespeichert und registrierte Privatrunden können mittlerweile via App vollautomatisch unterschrieben und eingereicht werden. Das alles sind natürlich fantastische Vorteile für die Golf Resort Challenge, weil es immer einfacher wird von überall aus und zu jeder Tageszeit mitzumachen!

Zuletzt noch ein Link zu einem tollen Erklärvideo von Golflehrergröße Stefan Quirmbach, der die Grundzüge des neuen System sogar mit detaillierten Rechenbeispielen erklärt. Viel Spaß beim Gucken!

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Wann und wie werden die Scores gewertet?

Social-Liga / Privat gespielte Scores:

Diese Scores zählen regelmäßig in die jeweilige Social-Liga für den Monat. Dabei ist das angegebene Datum der Runde entscheidend. Unsere erste Social Liga findet im Juni 2021 statt. Das Leaderboard findest Du im Hauptmenü unter Leaderboards.

Sponsoren-Tage / Turnierscores:

Hier ist das angegebene Datum der Runde entscheidend. Handelt es sich um einen öffentlich einsehbaren (und handicapwirksamen) Turnierscore, der in dem entsprechenden Zeitraum des Sponsorentages gespielt wurde, kannst Du ihn werten lassen und wirst ihn auf dem Leaderboard wiederfinden. Wichtig ist, dass Du das richtige Datum angibst, so dass wir den Score im Falle eines Gewinnes nachvollziehen können.